
10 Jahre ist es her, seit Yoichi das letzte Mal seine Familie gesehen hat. Die viele Arbeit war immer seine Ausrede gewesen, doch als der Anruf kommt, dass sein Vater gestorben ist hat er keine andere Wahl als wieder nach Tottori zu fahren. Als ältester Sohn ist es seine Pflicht an der Totenwache teilzunehmen.
Doch anders als erwartet empfängt ihn die Familie liebevoll und herzlich. Gemeinsam erinnert man sich an die alten Zeiten und Yoichi wird klar, wie wenig er eigentlich über seinen Vater wusste und wie falsch er ihn eingeschätzt hatte.
Jiro Taniguchi nimmt den großen Brand von 1952 als Grundlage für die Geschichte dieser Familie. Als der Friseursalon der Familie bei dem großen Feuer zerstört wird, geht auch die Ehe von Yoichis Eltern dabei zu Bruch. Um die Schulden zurückzahlen zu können arbeitet sein Vater mehr und distanziert sich so immer mehr von der Familie, was die Mutter in die Arme eines anderen Mannes treibt. Yoichi gibt seinem Vater dafür die Schuld und macht sich so schnell es geht nach der Schule auf in die Welt, um vor den schmerzlichen Erinnerungen an seine Kindheit fliehen zu können.
Während der Totenwache ist es aber gerade der ältere Bruder seiner Mutter, der ihm die Augen über seinen Vater öffnet und ihn so ins rechte Licht rückt.
Ein wirklich herzerwärmender und zum Nachdenken verleitender Band, der einem bildlich vor Augen führt, dass nicht alles was man als Wahrheit anerkennt, diese auch hundert prozentig wiederspiegelt. Jede Geschichte hat zwei Seiten und es ist wichtig beide zu kennen.


