Wer Wind sät/Finix Comix
Finix Comix, der Verlag, der abgebrochene Serien beendet und sich somit in den Herzen der Fans einen Platz gesichert hat, hat mit der 'Edition Solitaire' ein weiteres Standbein schafft, daß auch Kunden anspricht, die einfach nur eine schöne, abgeschlossene Geschichte Lesen wollen, und das zum moderaten Preis.
Bereits erschienen sind 'Mit fremder Feder', eine fantasievolle Reise in Reich der Literatur, sowie 'Quintos' welches die harte, bisweilen tödliche Realität des spanischen Bürgerkriegs thematisiert.
'Wer Wind sät' entführt uns in ein französisches Bergwerksstädtchen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Arbeitsbedingen für die Bergarbeiter sind wegen der Profitgier des Besitzers sehr schlecht; es gibt nicht genügend Stützbalken, und regelmäßig explodiert das Grubengas, das keine Ventilation installiert ist. Als eine Gruppe Zigeuner in die Stadt kommt, werden diese schnell zum Sündenbock für alles Üble, was in der Stadt passiert. Nur Antoine, ein Bergarbeiter, der eigentlich lieber zur See fahren möchte, läßt sich auf die Fremden ein, und verliebt sich in Keshalya, eine hübsche junge Wahrsagerin. Doch diese Liebe wird nicht gern gesehen...
Fazit:
Ein feine Geschichte, zwischen Industrialisierung und Übersichtlichkeit, zwischen Liebe und Hass, zwischen Leben und Tod.
Für meinen Geschmack ist das Ende etwas zu abrupt. Ich hätte gern noch mehr von den Protagonisten gesehen, schließlich gibt es für Antoine noch einige riesige Welt außerhalb zu entdecken.
Als Bonusmaterial gibt es ausführliche Biographien über Zeichner Galandon & Autor Bonin, sowie diverse Skizzen. Sehr interessant auch die Hintergrundinfos über Sinti und Roma, sowie über die Situation im Bergwesen.
An der Verarbeitung gibt es nicht zu meckern, der feine Hardcover kann durchaus mit ähnlichen Formaten von großen Verlagen mithalten.



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